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An(ge)dacht Dezember 2007

Lebendige Türen

Nach den düsteren Novembertagen begrüßen wir mit dem neuen Kirchenjahr die Adventszeit. Viele Menschen schmücken liebevoll ihre Fenster, zünden in ihren Wohnzimmern die erste Adventskerze an. Es riecht nach Gewürzen und Plätzchen. Lichterketten sind draußen an den Bäumen zu sehen, und in den Gärten steht so manches Rentier mit hell erleuchtetem Schlitten. Vielleicht macht es sich bald auf den Weg!

Kinder freuen sich, die ersten Türen ihres Adventskalenders zu öffnen, hinter denen sich ein Schokoladenmännchen oder ein Gummibärchen versteckt hat. Es gibt so viele Bräuche für die Adventszeit. Man kann sie belächeln, man kann sie aber auch heiter betrachten. Steckt doch in ihnen womöglich die Sehnsucht nach einer "anderen Zeit".

Seit einigen Jahren begehen viele Gemeinden diese "andere Zeit" auf schöne Weise. Sie freuen sich über einen Adventskalender. Nur dass es sich dabei um einen "lebendigen Adventskalender" handelt. Etliche Menschen machen sich auf den Weg zu "lebendigen Türen". Erwachsene und Kinder kommen draußen an Haustüren freundlicher Gastgeber zusammen, singen, reden, lachen, trinken Glühwein, Tee und Kinderpunsch. Vielleicht spüren Nachdenkliche dabei die Sehnsucht nach einer anderen Welt in ihren Herzen – einer Welt der Liebe und des Friedens. Oder sie hoffen im Zeichen des Adventslichtes, dass Jesus besonders das Licht für die Menschen ist, die im Dunkeln leben. Besonders auch für sie Türen öffnen will.

Jesus selbst hat einmal in einem Bild gesagt: Ich bin die Tür. Ein schönes Bild. Bei Jesus bin ich willkommen. Keiner schlägt mir die Tür vor der Nase zu. Ich darf mich auf den Weg machen, zu einer lebendigen Tür, die Jesus selbst ist.

Jesus – die Tür. Ich wünsche uns, dass in uns die Botschaft von Weihnachten "ankommt" und in uns "lebendige Türen" schafft. Damit wir uns öffnen können für Menschen, die auf uns zukommen, uns brauchen.
Sigrid Harms, Pastorin der Christusgemeinde Göttingen

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