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An(ge)dacht August 2009

"Wir leben, Herr, noch immer vom Segen der Natur.
Licht, Luft und Blütenschimmer sind deiner Hände Spur.
Wer Augen hat, zu sehen, ein Herz, das staunen kann,
der muss in Ehrfurcht stehen und betet mit uns an." (EG 641, 3)

So singen wir an manchem Sonntag im Sommer. Detlev Block hat einer alten Melodie neue Worte gegeben und so ein belebendes Sommerlied geschaffen.

"Ein Herz, das staunen kann" – gemeinsam mit den Kindern in unserem Kindergarten übe ich das immer wieder "Staunen" – ...

... über die Vollkommenheit einer Rose, ...




... über die Farbenpracht
und Leichtigkeit
eines Schmetterlings, ...
... über das Wunder,
wie aus einer unscheinbaren Libellenlarve
eine wunderschöne Libelle schlüpft,
die sich ins Leben entfaltet.
  

Haben Sie sich ein Herz, das staunen kann, erhalten – trotz aller Ärgernisse, trotz aller wirtschaftlichen Nöte, trotz aller gesundheitlichen Probleme?

Ich wünsche es Ihnen und mir, dass wir immer wieder innehalten – uns klein machen – genau hinsehen – und den Blick für die Wunder erhalten, die es am Wegesrand zu entdecken gibt.

Nur das, was ich kenne, das, was in meinen Augen wunderbar und wertvoll ist, möchte ich erhalten und ich setzte mich dafür ein.

"Wir wollen gut verwalten, was Gott uns anvertraut,
verantwortlich gestalten, was unsre Zukunft baut.
Herr, lass uns nur nicht fallen in Blindheit und Gericht.
Erhalte uns und allen des Lebens Gleichgewicht."

"Der Sommer spannt die Segel und schmückt sich dem zu Lob,
der Lilienfeld und Vögel zu Gleichnissen erhob.
Der Botschaft hingegeben, stimmt fröhlich mit uns ein:
Wie schön ist es zu leben und Gottes Kind zu sein." (EG 641, 4+5)

Ich hoffe, dass wir dieses Lied noch viele Sommer in unseren Gottesdiensten aus vollem Herzen singen werden.

(alle Fotos von Thomas Reichardt)
Elke Reichardt, Pastorin in der Christophorusgemeinde

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