An(ge)dacht April 2010
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Opas Engel ein Buch von Jutta Bauer
"Opa erzählte gern.
Er erzählte immer, wenn ich ihn besuchte:
'Junge, mir konnte keiner was. Jeden Morgen lief ich über einen großen Platz zur Schule.
Einmal hätte mich fast ein Bus erwischt, obwohl es damals wenig Verkehr gab.
Mein Schulweg war lang. Es gab Löcher, einsame Gegenden und gefährliche Gänse.
Aber ich fürchtete mich nicht. ...'"
"Opas Engel" erzählt von einem kleinen Jungen mit seinem Großvater sowie dessen Schutzengel, der immer zur Stelle war, wenn Opa ihn gebraucht hat. Jutta Bauer umreißt in humorvollen Bild- und Wortskizzen Stationen aus dem Leben des alten Mannes: von der Schulzeit über den zweiten Weltkrieg bis hin zum Hier und Jetzt. Es geht um den Tod und es geht um das Leben. Beide sind miteinander verknüpft.
In einer Traueranzeige habe ich kürzlich gelesen:
"Du kannst Tränen vergießen, weil er gegangen ist.
Oder du kannst lächeln, weil er gelebt hat.
Du kannst die Augen schließen und beten.
Oder du kannst sie öffnen und all das sehen, was er hinterlassen hat."
Ich füge hinzu: ... und vielleicht kannst du ihn spüren wie einen Schutzengel...
Ostern ist für mich auch dieses. Die Auferstehung bedeutet für mich ganz persönlich auch das Weiterleben von Freunden und Verwandten in meinem Herzen und in meinen Gedanken. Eine enge Verbindung, die der Tod nicht kappen kann.
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