| Die sechs Orte Beienrode, Benniehausen, Gelliehausen, Kerstlingerode, Rittmarshausen und Wöllmarshausen haben sich am 1. Januar 2009 zu einem Kirchengemeindeverband zusammengeschlossen mit der Bezeichnung Ev.-luth. Kirchengemeindeverband Oberes Gartetal. Vorsitzende dieses Verbandes ist Gabriele Tappe-Seufer aus Rittmarshausen, Vertreter Udo Nolte aus Gelliehausen sowie Pastor Schäfer. |
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Altarbild in der Gelliehäuser Kirche
Das dreiteilige Altarbild wurde von dem Berliner Maler Johannes Heisig als Auftragswerk für die Gelliehäuser Kirche gemalt und im Pfingstgottesdienst 2002 eingeweiht.
Johannes Heisig (Jahrgang 1953) studierte in Leipzig Malerei und Grafik und war Meisterschüler von Gerhard Kettner. Von 1980 an war er Dozent an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, bis 1991 war er deren Rektor. Seitdem arbeitet Heisig als freischaffender Künstler in Berlin.
Das Altarbild ist ein Triptychon. Im Zentrum ist der betende Jesus im Garten Gethsemane dargestellt. Hinter ihm sind drei schlafende Jünger zu sehen. Einer, ganz rechts liegend, hat eine auffallende Ähnlichkeit mit dem Künstler. Jesus selbst kniet in Verzweiflung, aber dennoch hingebungsvoll ganz zum Himmel ausgerichtet. Seine Kleidung scheint die unserer Tage zu sein. Geprägt ist der Mittelteil von düsteren und grellen Farben, von Klage und Todesangst. Er entstand unter dem Eindruck des Anschlags auf das New Yorker World Trade Center am 11. September 2001.
Auf den beiden Seitenflügeln des Altarbildes sind Einwohner des Dorfes beim Singen zu sehen; ein junges Mädchen, ein Kind, die Küsterin der Kirche, ein junger Mann, eine ältere Bäuerin, der Patron der Kirchengemeinde, der Pastor, ein Handwerker des Dorfes, eine junge Frau mit ihrem Baby, eine Bauer, eine Kirchenvorsteherin. Sie alle sind für Ortsansässige klar erkennbar und benennbar.
Der im Zentrum des Altarbildes mit Gott ringende Jesus ist umgeben von Christen der Kirchengemeinde Gelliehausen. Aber auch der Betrachter des Altarbildes wird unwillkürlich in diese Runde der "Jünger Jesu" mit einbezogen. Wie passt das zusammen: der leidende Christus und die singende Gemeinde? Singen kann Ausdruck der Geborgenheit sein. Getrostes, befreites Singen ist möglich, weil der Eine in all seiner Verzweiflung und Gottverlassenheit dennoch an Gott festhalten konnte.
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