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Gemeindegliederzahl:

Ev.-luth. Kirchengemeinde
St. Johannis, Rosdorf

Adresse und Anschrift: Kontaktperson:
Pfarrbüro:
Am Plan 14
37124 Rosdorf
fon: (05 51) 7 83 12
fax: 7 89 94 71
Sprechzeiten:
montags, mittwochs, donnerstags und freitags von 8.30-11.30 Uhr
und dienstags von 15-18 Uhr
eMail: kg.rosdorf@t-online.de
Internet: www.kirchengemeinde-rosdorf.de
Pastorin Katharina Hoffmann-Henking
Am Plan 14
37124 Rosdorf
fon: (05 51) 7 89 39 16
fax: (05 51) 7 89 94 71
Pastor Martin Steinberg
Sellenfried 4 A
37124 Rosdorf
fon: (05 51) 7 89 96 86
fax: (05 51) 7 89 96 87
Unsere Gemeinde:
Kirchenvorstandsmitglieder:
Holde Bierfreund-Hussack, Grüner Weg 3, fon: (05 51) 7 87 55
Dr. Wilfried Gerland, Ulmenstraße 32, fon: (05 51) 7 89 93 46
Ingo Gerloff, Ulmenstraße 35, fon: (05 51) 78 15 03
Rolf Günther, Obere Straße 5, fon (05 51) 78 26 41
Antje Klinker-Petersen, Untere Mühlenstraße 12, fon: (05 51) 78 19 55
Hans-Joachim Kohlstedt, Grabenbreite 4, fon: (05 51) 78 20 73
Werner Krummacker (Vorsitzender), Flachsrotte 9, fon: (05 51) 7 83 68
Erika Lisson, Leinestraße 9, fon (05 51) 78 12 49
Silke Schäfer, Rosenbaumweg 1 A, (05 51) 5 07 80 79
Birgit Wiegand, Mauerhof 14, fon: (05 51) 7 89 38 35
weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
Diakon: Volker Wagner, fon: (05 51) 7 83 12, fax: (05 51) 7 89 94 71
Pfarramtsekretärin: Ingrid Sonnemann, fon: (05 51) 7 83 12, fax: (05 51) 7 89 94 71
Küsterin: Frauke Arnold, Sellenfried 4, fon: (05 51) 7 88 84
Organist: Dr. Finn Kirstein, fon: (05 51) 5 99 15
Kindertagesstätte Leinestraße: Christiane Thiele (Leitung), fon: (05 51) 7 83 77
Kindertagesstätte Sellenfried: Andrea Klauke (Leitung), fon: (05 51) 7 87 23
Kreise und Gruppen - Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Über das Pfarrbüro erreichen Sie die jeweiligen Ansprechpartner der Gruppen und Kreise. Eltern-Kind-Gruppen
      Treffen jeweils im Gemeindehaus mittwochs und donnerstags um 9.30 Uhr,und um 15 Uhr
Chor
      Der Kirchenchor trifft sich jeden 1. und 3. Montag im Monat um 20 Uhr im Gemeindehaus
Posaunenchor
      Übungsstunde jeden Mittwoch um 18 Uhr (Anfänger) und ab 18.30 Uhr (gemeinsam) im Gemeindehaus
Gospelkids
      Jeden Donnerstag um 17 Uhr im Gemeindehaus
KiGoSa - Kinder-Gottesdienst-Samstag
      Einmal im Monat ein Samstagnachmittag mit Singen, Spielen, einer biblischen Geschichte und einer gemeinsamen Mahlzeit
      jeweils von 14 bis 17 Uhr. Der gemeinsame Beginn ist immer in der Johanniskirche.
Andachten
      Besonders für Jugendliche, Konfirmandinnen und Konfirmanden jeweils mittwochs um 19.15 Uhr in der Johanniskirche.
Jugend-Treff
      Im Jugendraum des Gemeindehauses treffen sich jeweils:
      Gitarrengruppe für Anfänger, dienstags, 17.45 Uhr und 18.30 Uhr
      Spiele-Runde, mittwochs, 16 Uhr
Besuchsdienst-Kreis
      Treffen nach Absprache jeweils Mittwochnachmittag.
Gemeindenachmittag
      Alle 14 Tage mittwochs um 16 Uhr findet im Gemeindehaus ein buntes Programm und gemütliches Beisammensein statt.
Frauenabend
      Jeden 2. Montag im Monat um 20 Uhr im Pfarrhaus. Themen aus Religion, Gesellschaft, Literatur, Gesundheit u.a.
Lockerungsübungen
      Jeden Dienstag um 14.45 Uhr im Gemeindehaus.
Basargruppe Kinderkleidermarkt
      Treffen nach Absprache
Geschichte der Kirche:
Rosdorf wird erstmals um das Jahr 1000 urkundlich erwähnt. Seit wann der Ort eine Kirche hat, ist nicht zu ermitteln. Ein 1963 bei Bauarbeiten gefundener romanischer Säulenfuß läßt auf ein Vorgängergebäude des jetzt vor allem gotisch geprägten Gotteshauses schließen.
Zu den gotischen Bauelementen gehören der polygonale Chorabschluss, die Strebepfeiler, der untere Teil des Turms mit seinen Fenstern und Schallöffnungen sowie Reste eines Kreuzwegs (fünf Reliefsteine, z.Zt. an der nördlichen und südlichen Außenseite des Chores sowie an der Innenseite der Friedhofsmauer in der Nähe des Kircheneingangs). Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kirchengebäude beschädigt, Altar und Glocken wurden geraubt.
Noch Ende des 17. Jahrhunderts war die Kirche wohl ein relativ gedrungener Bau, dessen Turm mit seinem einfachen Sattel- oder Walmdach kaum den First des Kirchenschiffs überragte. Der gemauerte Teil des Turms reichte damals bis zu dem noch sichtbaren Gesims unterhalb der heutigen Kirchturmuhr. Damit der Klang der nunmehr kleinen Glocken "auf allen vier Seiten des Turmes besser herausschallen und also besser gehört werden könne", so die Kirchenchronik, wurde der Turm 1699 "um ein Revier" (eine vollständige Treppenwindung, ca. fünf Meter) erhöht. Zugleich erhielt er seine heute noch existierende Bekrönung mit Laterne und Zwiebel. In die bei dieser Gelegenheit angefertigte Kirchturmkugel legte man neben damals gültigen Münzen ein Schriftstück mit allgemeinen Nachrichten über die Situation der Gemeinde. Daraus entstand eine bis in die Gegenwart fortgeführte Tradition: Jedes Mal, wenn Reparaturen am Kirchturmdach die Abnahme von Spitze und Kugel erforderten, legte man Proben der aktuellen Währung und ein neues Schriftstück zu den vorhandenen. Auf diese Weise beherbergt die Kirchturmkugel ein bemerkenswertes "Archiv" zur Geschichte Rosdorfs.
Nach einer Brandkatastrophe im Kircheninnern (1857) verlängerte man bei der Wiederinstandsetzung die Fenster nach unten und verlegte den bis dahin an der Südseite des Kirchenschiffs befindlichen Eingang an seinen heutigen Platz auf der Westseite (1863).
Im Kircheninnern gibt es von der gotischen Ausstattung heute keine Spuren. Aus der Barockzeit ist nur die spätbarocke Stuckdecke der Meister Heine (Monogramm H mit Jahreszahl 1730 an der Decke) und Gozzi erhalten. Den 1728-1729 vom Göttinger Holzschneider Meder im Stil der Zeit angefertigten barocken Kanzelaltar empfand im 19. Jahrhundert der Rosdorfer Pastor Johann Heinrich Karl Ebeling als die Andacht störend und geschmacklos. Die Altarwand wurde auf seinen Wunsch hin entfernt und befindet sich heute in der Kirche St. Margarethen in Holtensen, einzelne Figuren besitzt das Städtische Museum Göttingen.
Auf Veranlassung Pastor Ebelings erhielt der Göttinger Universitätsprofessor und Hofmaler in Hannover Carl Wilhelm Friedrich Oesterley (1805-1891) den Auftrag zu einer neuen Altarwand im "byzantinischen Stil" (1844). Das Thema seines auffälligen Altarbildes (1851) "Kommet her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken!" (Matthäus 11, 28) geht wohl auf Oesterleys eigenen Vorschlag zurück. Auf dem Bild versammelt Oesterley um die Lichtgestalt Christi nicht nur "alle Stände und Lebensalter", sondern schafft darüberhinaus Bezüge zu einem aktuellen Rosdorfer Mordfall: Der zum Tode verurteilte Mörder (bärtig, mit offenem Hemd, die Faust auf der Brust) steht rechts im Halbdunkel des Bildrandes. Pastor Ebeling (in Amtstracht) wendet sich ihm zu und weist mit einer einladenden Bewegung seiner Rechten auf den das Abendmahl austeilenden Engel. Vor ihm kniend und das Abendmahl empfangend Ebelings Amtsvorgänger Pastor Johann Heinrich Hoffmann (gest. 1851). Ein im Hintergrund über einer Krone in Demut Betender repräsentiert das Herrscherhaus. Das dem Altarbild zugrunde liegende reale Geschehen, die Alltagstracht und Porträtähnlichkeit der Dargestellten suggerieren, dass sich Christus unmittelbar an die Rosdorfer Kirchengemeinde wendet.
Ebenfalls im Auftrag Ebelings schuf Ernst von Bandel, der Erbauer des Hermannsdenkmals, einen neuen Taufstein (1851), der bekannte Göttinger Orgelbaumeister Giesecke eine neue Orgel (1863). 1997 wurde die Giesecke-Orgel von der Firma Bosch aus Niestetal bei Kassel rekonstruiert; sie erklingt seither nicht nur bei den Gottesdiensten, sondern auch bei kirchlichen Konzertveranstaltungen.